In den 90er Jahren habe ich, neben meiner Tätigkeit als Schauspieler und Regiesseur an der Universität Salzburg MOZARTEUM dramatischen Unterricht erteilt. Ab dem Sommersemester 2008 habe ich dort wieder einen Lehrauftrag.
Seit 1994 habe ich einige Studenten für die staatlichen Schauspielprüfungen erfolgreich vorbereitet, u.a. waren dies Melanie von Sass, Markus Brandl, Leopold Hornung, Felix Klare, Felix Hellmann, Julia Schmalbrock, Golo Euler, Benjamin Asanov.
Eine ganze Ausbildung als Schauspieler erhielten Jennifer Mulinde-Schmid, Christian Freude sowie Herbert Ulrich. Sie wirken an staatlichen Theatern oder in TV-Serien mit.
 
Ausgerichtet ist mein Unterricht an den Methoden von Michael Tschechow, Lee Strassberg, Uta Hagen und K.S. Stanislawski.
Meine Lehrer waren John Costoupoulos (Actors Studio New York), H.D. Trayer und Ute Cremer (München). Bei Cherry Franklin und Petra Gallasch (Hollywood Acting Workshop) besuchte ich ein Fortbildungsseminar in Camera Acting. Von den Regisseuren Klaus Weise, Eos Schopohl, Veit Relin, Tom Tölle, Ruth Geiersberger, Chaim Levano konnte ich viel in meine Arbeit als Schauspieler und Schauspiellehrer integrieren.
Meinen Unterricht gestalte ich individuell. Im Gruppen und Einzelunterricht werden Tanz- und Tierübungen ausgeführt um locker in die eigentliche Körperarbeit überzuleiten. Das Körpertraining gestaltet sich aufgrund von Yogaübungen und Alexandertechnik. Dazu kommen Übungen aus dem Bereich des klassischen Taekwondo. Mein Lehrer ist Großmeister George Maier (Twin Taekwodocenter München). Dies dient den Studenten sich für die Schauspielarbeit zu öffnen und sich zu sensibilisieren. Konflikte der Figuren, die in der Szenenarbeit auftauchen, werden in der Improvisationsarbeit auf den Punkt gebracht. Für jedes Problem gibt es Übungen um Hemmungen und Blockierungen bei den Studenten zu überwinden und den emotionalen, sowie körperlichen Ausdruck zu finden und zu entwickeln.
Mit Hilfe von kreativer Meditation, Imaginationsübungen und Übungen zur Selbsterinnerung födern die schauspielerische Kompetenz der Studenten.
Ziel ist es ein vollkommen lebendiger Mensch auf der Bühne zu sein.
Um Schauspieler zu werden benötige ich eine überdurchschnittliche Empfindsamkeit, hohe Intelligenz und eine prägnante Stimme. Mut, Durchsetzungsvermögen und Ausdauer gehören zu den Charaktereigenschaften eines Schauspielers. Aristoteles sagte über Schauspieler aus, dass sie über eine rechte Beherrschung der Stimme verfügen sollten um die verschiedenen Gefühle auszudrücken. Weiterhin sagte er, das darstellerische Fähigkeiten eine natürliche Gabe sind und kaum gelehrt werden können. Geändert hat sich diese Auffassung durch das System von Stanislawski und seinen Nachfolgern. Seit dem Abschnitt des bürgerlichen Zeitalters wurde eine professionelle Schauspielausbildung entwickelt. Davor sind junge Frauen und Männer in reisende oder feste Gruppen eingetreten und haben dort das Handwerk von der Pieke auf gelernt.
Molière (1622-1673) besuchte als 14 jähriger die berühmte Jesuitenschule Clermont (Paris). Der 21 jährige gründete mit der Schauspielerin Madeleine Béjart, seiner Geliebten, das "Illustre Théâtre". Nach dem Bankrott, einem Besuch im Schuldturm, lösten ihn Freunde aus. Er zog nun 13 Jahre mit einer neuen Truppe durch die französischen Provinzen. Seine Ausbildungsstätte war das Theater selbst.
William Shakespeare (1564-1616), um ein weiteres Beispiel zu nennen, fuhr mit 26 Jahren nach London, trat in dem Theater von James Burbage auf und verkörperte unterschiedliche Charaktere und schrieb seine heute berühmten Theaterstücke.
 
In der Schauspielkunst geht es um die Wahrhaftigkeit des Gefühlausdrucks, um Konzentration und Entspannung, Offenheit, Beweglichkeit, Hingabe und Spontaneität.
Schauspiel ist einfach und kompliziert.
Es werden immer die gleichen Fragen gestellt:
1. Wer ist die Figur?
2. An welchem Ort befindet sich die Figur?
3. Was macht die Figur dort (Ziel und Absicht)?
4. Wo kommt die Figur her und wo geht sie hin?
 
Kompliziert sind psychische und physische Zusammenhänge die den Schauspieler belasten oder öffnen, seine persönliche Sehnsucht zum Beispiel, gefordert ist immer der ganze Mensch, der lebt, der atmet, fühlt, denkt, handelt, emotional reagiert. Schauspiel ist Reaktion.
 

So möchte ich mit HAMLET `s Ratschlag aus dem 3.Aufzug, 2.Szene, W.Shakespeaer an seine Schauspieler enden.


Hamlet: Seid so gut und haltet die Rede, wie ich sie euch vorsagte, leicht von der Zunge weg; aber wenn ihr den Mund so voll nehmt, wie viele unserer Schauspieler, so möchte ich meine Verse ebensogern von dem Ausrufer hören.
Sägt auch nicht zu viel mit den Händen durch die Luft, sondern behandelt alles gelinde. Denn mitten in dem Strom, Sturm und wie ich sagen mag, Wirbelwind eurer Leidenschaft müßt ihr euch eine Mäßigung zu eigen machen, die ihr Geschmeidigkeit gibt... Seid auch nicht allzu zahm, sondern laßt euer eigenes Urteil euren Meister sein: paßt die Gebärde dem Wort, das Wort der Gebärde an; wobei ihr sonderlich darauf achten müsst, niemals die Bescheidenheit der Natur zu überschreiten. Denn alles, was so übertrieben wird, ist dem Vorhaben des Schauspielers entgegen, dessen Zweck sowohl anfangs als jetzt, war und ist, der Natur gleichsam den Spiegel vorzuhalten.

 

Schauspiellehrer * Vita

 

SS 2008 Lehrauftrag an der Universität Salzburg Mozarteum
  Abteilung Schauspiel
2002 - 08 Schauspieltraining&Coaching für TAEKWONDO-TWIN-CENTER-MUNIC
  Afrika-Camp-Monastir-Tunesien
  Improvisation,Rollenspiele,Atem-Stimme-Artikulation,Yoga
  Sprache und öffentliches Auftreten,Senden,direkter Ton
  GRIECHENLAND-CAMP;Sani
  Atem-Stimme-verbaler Ausdruck,Senden,direkter Ton,Improvisation
  Artikulation, Spezial-Coaching für 12 Schulleiter
  Beratung,Konzeption,Drehbuch für den jeweiligen DOKU-Film
1997 - 2003 7 workshops :Theater und Bewusstsein in England
  (Cley-next-the Sea) Atem _ Stimme,Alexandertechnik,Yoga,
  verbaler u.emotionaler Ausdruck, Improvisation
1997 – 98 Münchner Schauspielstudio
  Dramatischer Unterricht , Phonetik
1996 – 98 Stellvertr. Künstlerischer Leiter der MIR e.V. das Zentrum
  russischer Kultur in München
Seit 1994 ca. 50 Privatschüler
1994 Lehrauftrag an der Hochschule Mozarteum
  Dramatischer Unterricht
1992 Leitung ’’ Theater Grünwald ’’
1982 Leitung ’’ Freies Theater Stuttgart ’’
1978 – 83 Kulturarbeit in Baden-Württemberg und Hessen
  Organisation und Durchführung von ca. 500 Veranstaltungen ,
  und Tourneeleitung mit Musik und Theatergruppen :
  Schroeder Roadshow – Die 3 Tornados – Ton Steine Scherben
  Embryo – Geier Sturzflug – Willi Dunn – u.a.
1974 – 78 Studium an der Päd. Hochschule Esslingen Deutsch , Geschichte ,
  Psychologie , Philosophie, Sprecherziehung
1974 – 78 Leitung der Agitpropgruppe ’’ Vorwärtslos ’’
1970 – 72 Leitung der Filmgruppe Ulm
   

 

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